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Pädophilie von Priestern und streng GläubigenApril 2003 Viel entscheidender als voreilige Gegenreaktionen gegen die Pädophilie wäre es, die faktischen Anliegen religiöser Erziehung in den Kirchen kritisch unter die Lupe zu nehmen, wie sie herkömmlich gängig sind. Sie lauten, grob gesprochen:
Zugegeben: zu solchen Erfordernissen steht sich die Kirche selbst im Wege. Sie wurde seit Jahrhunderten derart dogmatisiert, juridisiert und theologisch hierarchisiert, daß das ursprünglich Frohmachende ihrer Botschaft in Langweiligkeit und Lethargie umgeschlagen ist. Das macht auch die "Krankheit der Kirche" aus - eine "Krankheit zum Tode". Sie wird immer bedrohlicher eine Kirche ohne Volk. Selbst krank, ist sie auch krank-machend. Im Sinne der Bergpredigt könnte man sogar sagen: "Selig sind, die darin nicht krank werden". Solange das System krank ist, werden alle bisher unternommenen und beabsichtigten Maßnahmen im Kampf gegen die Pädophilie nichts oder kaum etwas bewirken. Die Fragen stellen sich drängender als je zuvor: Welches waren die "religionspädagogischen" Maßnahmen Jesu? Wie ist er mit den Menschen umgegangen? Wie hat er ihnen bei allen Rückschlägen und Versagensgeschichten Hoffnungsperspektiven und realistische Zukunftsoptionen eröffnet? Wie hat er - statt graue Theorien von sich zu geben - stets helfend, wegweisend und "heilsam" aufs Leben konkreter Menschen Einfluß genommen? - Wenn heute überhaupt noch von einer Kirchenreform die Rede sein darf, dann muß bei solchen Fragen die Zukunft des Christentums noch einmal ganz neu beginnen. |
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